Besonders im Sommer klagen viele Menschen über Wasser in den Beinen. Typischen Anzeichen für Wassereinlagerungen sind geschwollene Füße, dicke Knöchel oder Abdrücke von Socken In einigen Fällen können Schmerzen in den Beinen auftreten. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen können Sie selbst etwas dagegen tun.
Was sind Wassereinlagerungen (Ödeme)?
Wassereinlagerungen – medizinisch Ödeme genannt – sind Schwellungen, die durch eine Ansammlung überschüssiger Flüssigkeit im Gewebe entstehen1. Betroffen sind häufig Beine und Füße, Knöchel, aber auch Hände, Bauch und Gesicht. Im Sommer treten sie besonders häufig auf, da Hitze die Blutgefäße erweitert und die überschüssige Flüssigkeit ins Gewebe austreten lässt.
Gründe für Wasser in den Beinen im Sommer
Eine der häufigsten Ursachen von Wasser in den Beinen im Sommer ist die Hitze. Wenn die Temperaturen steigen, erweitern sich die Blutgefäße, um überschüssige Wärme abzuleiten. Dabei kann Flüssigkeit aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe austreten und sich ansammeln. Die Schwerkraft tut ihr Übriges und zieht die Flüssigkeit in Richtung der Beine.
Neben der sommerlichen Hitze können weitere Faktoren wie langes Sitzen oder Sitzen, mangelnde Bewegung, eine salzreiche Ernährung und hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre) ebenfalls zu Wassereinlagerungen beitragen. Übergewicht spielt eine zusätzliche Rolle, da es die Venen belastet und die Blutzirkulation beeinträchtigen kann.
Wasser in den Beinen: Unsere 5 Tipps
Liegen keine medizinischen Gründe für die Wassereinlagerungen vor, können folgende Tipps dabei helfen, Wasser in den Beinen im Sommer vorzubeugen bzw. zu reduzieren:

1. Salzarm essen
Eine salzreiche Ernährung kann dazu führen, dass der Körper mehr Wasser zurückhält. Versuchen Sie daher Fast Food, Fertiggerichte und salzhaltige Snacks zu reduzieren und so Wasser in den Beinen vorzubeugen. Greifen Sie stattdessen auf frisches Obst und Gemüse.

2. Genug Wasser trinken
Es mag widersprüchlich klingen, aber ausreichend Trinken von Wasser kann tatsächlich helfen, Wassereinlagerungen zu reduzieren. Achten Sie darauf, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken und vermeiden Sie große Trinkmengen auf einmal, da dies den Körper belasten könnte.

3. In Bewegung bleiben
Körperliche Aktivität fördert den Lymphfluss und kann dabei helfen, überschüssiges Wasser aus dem Körper abzutransportieren. Probieren Sie sommerliche Aktivitäten wie Radfahren, Spazieren gehen und Schwimmen aus. Das Hochlegen der Beine für 15-20 Minuten täglich kann zusätzlich helfen.

4. Lockere Kleidung tragen
Eng anliegende Kleidung kann die Durchblutung beeinträchtigen und die Entstehung von Wassereinlagerungen begünstigen. Tragen Sie nach Möglichkeit luftige, lockere Kleidung und bequeme Schuhe, um den Blutfluss zu fördern. Natürliche Materialien wie Baumwolle und Leinen sind ideal für den Sommer.

5. Beine kühlen
Kühle Kompressen oder ein erfrischendes Fußbad mit kaltem Wasser können helfen, die durch Hitze erweiterten Blutgefäße zu verengen und Schwellungen zu reduzieren.
Wichtig: In den meisten Fällen sind Wassereinlagerungen harmlos, jedoch sollte bei anhaltenden Beschwerden oder ungewöhnlichen Symptomen unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie2 bietet weitere Informationen zu Venenleiden.
Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema
Die Ernährung hat einen großen Einfluss. Eine salzarme Kost sowie Lebensmittel wie Gurken, Spargel, Beeren oder Wassermelone können dazu beitragen, Wassereinlagerungen zu reduzieren. Kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen und Spinat können helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren. Vermeiden Sie stark verarbeitete, salzreiche Lebensmittel.
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt für Erwachsene, höchstens 5 g Salz pro Tag zu verzehren3. Eine salzreduzierte Ernährung kann dazu beitragen, dass der Körper weniger Wasser einlagert — besonders in den Sommermonaten, wenn die Hitze die Flüssigkeitsregulation ohnehin belastet.
Auf Reisen, besonders bei langen Flügen oder Autofahrten, sollten Sie regelmäßig die Beine bewegen und kurze Pausen einlegen, um aufzustehen und zu gehen. Das Tragen von Reisestrümpfen oder Kompressionsstrümpfen kann helfen, die Blutzirkulation zu fördern. Vermeiden Sie salzige Snacks und trinken Sie genug Wasser, um den Kreislauf zu unterstützen.
Ja, Kompressionsstrümpfe üben Druck auf die Beinvenen aus, unterstützen die Funktion der Venenklappen und fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen, was die Reduktion von Wassereinlagerungen begünstigen kann. Für den Sommer gibt es leichte Modelle, die auch bei warmem Wetter angenehm zu tragen sind.
Die Venenklappen sind dafür verantwortlich, den Rückfluss des Blutes in den Beinvenen zum Herzen zu gewährleisten. Sie verhindern, dass sich das Blut in den Beinen staut. Hohe Temperaturen im Sommer und eine eingeschränkte Blutzirkulation können die Funktion der Venenklappen zusätzlich belasten.
Bei einer Venenschwäche kann die sommerliche Hitze den Druck in den Venen erhöhen, was Wassereinlagerungen begünstigt.
Eine Ärztin oder ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die Schwellungen plötzlich auftreten, einseitig sind oder mit Schmerzen, Rötungen oder Fieber einhergehen. Solche Symptome können auf eine Thrombose oder andere ernsthafte Erkrankungen hinweisen. Auch bei langanhaltenden oder immer wiederkehrenden Schwellungen ist es ratsam, die genaue Ursache abklären zu lassen.
Ja, Methoden wie Lymphdrainage, Akupunktur oder Reflexzonentherapie können bei Wassereinlagerungen unterstützen. Auch natürliche Inhaltsstoffe wie Spargel und Brennnessel, die in der Volksmedizin traditionell für ihre wohltuenden Eigenschaften geschätzt werden, können in Form von Lebensmitteln, als Tee oder als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln genutzt werden. Besprechen Sie den Einsatz solcher Maßnahmen am besten mit einer Fachperson.

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Wasser Ade
Zur Unterstützung des Energiestoffwechsels und eines natürlichen Abtransports von Wassereinlagerungen
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Quellen:
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (2022). Ursachen und Anzeichen eines Ödems: https://www.gesundheitsinformation.de/ursachen-und-anzeichen-eines-oedems.html ↩︎
- Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL). Venenleiden: https://www.phlebology.de/patienten/ ↩︎
- Weltgesundheitsorganisation (WHO). (2022). Fünf Empfehlungen zur Reduzierung der Salzzufuhr für ein längeres und gesünderes Leben: https://www.who.int/europe/de/news/item/14-03-2022-5-recommendations-to-reduce-salt-intake-to-live-longer-and-healthier-lives ↩︎




